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Imke Hinz

Aufgewachsen in einem musikbegeisterten Elternhaus in Schleswig, spielten meine Geige und die klassische Musik sehr früh eine wichtige Rolle für mich. Regelmäßige Auftritte als Solistin und Orchestermusikerin bereits während meiner Schulzeit zeigten mir, dass Musik eine enorme emotionale und soziale Kraft besitzt. Die Leidenschaft für die Kultur prägte meinen Berufswunsch: An den Universitäten von Freiburg und München studierte ich Musik-, Theater- und Literaturwissenschaft. Dramaturgie- und Regieassistenzen an Theatern und Opernhäusern (z.B. Hamburgische Staatsoper: Harry Kupfer; Badisches Staatstheater Karlsruhe: Giancarlo del Monaco), Orchesterarbeit im Akademischen Orchester Freiburg sowie eine Tätigkeit als Schlussredakteurin beim Theatermagazin „Applaus“ ergänzten das Studienangebot um die nötige kulturelle Praxis.

Darüber hinaus studierte ich Kulturmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Von dort gelangte ich als Künstlerbetreuerin zum Schleswig-Holstein Musik Festival, das mich in seiner Struktur und künstlerischen Ausstrahlung sofort begeisterte. Der Ansatz dieses Festivals, klassische Musik für ein breites Publikum erlebbar werden zu lassen und durch unkonventionelle Spielorte neue Besuchergruppen zu erschließen, faszinierte mich. Durch persönliche Begegnungen mit weltberühmten Künstlern wie Sir Yehudi Menuhin oder Jessye Norman war ich sehr berührt und gleichzeitig hoch motiviert. So war mein Einstieg in das Team des Festivals nicht nur konsequent, sondern auch nachhaltig.

Es folgten Stationen als Dramaturgin im Bereich Konzertplanung und als Künstlerische Leiterin der Konzertreihe „Musikfeste auf dem Lande“, die ich sechs Jahre künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreich führte.

Im Anschluss daran verantwortete ich als Leiterin des Künstlerischen Betriebsbüros 14 Jahre lang die künstlerische, wirtschaftliche und organisatorische Planung und Programmgestaltung von ca. 140 Konzerten in einer Festivalsaison.

Um neue Zielgruppen außerhalb der Klassik zu erreichen, galt es, Programme zu entwickeln, die genreübergreifend zwischen Tradition und Innovation angesiedelt waren. Ausgefallene Veranstaltungsorte spielten dabei eine wichtige Rolle, Hemmschwellen abzubauen und neues Publikum anzuziehen.

Beide Verantwortungsbereiche mit ihren unterschiedlichen Zielgruppen und programmatischen Ansätzen haben mich in all ihrer musikalischen Vielfalt geprägt.

Heute arbeite ich als Dramaturgin für die Dresdner Musikfestspiele. Ich lebe in Berlin und gründete hier zusammen mit Ingrid Allwardt iQULT, eine Agentur für Musik und Kultur. Unser Ziel ist es, unsere Leidenschaft für die Kultur und unsere umfangreichen Erfahrungen in der Entwicklung und Durchführung unterschiedlicher Veranstaltungen für die Konzeptionierung und Realisierung qualitativ hochwertiger Kulturprojekte einzusetzen, die notwendiger Bestandteil unserer Gesellschaft sind.