Sing along, Berlin

Sing along, Berlin

Sing along, Berlin! hat ein Ziel: Menschen mit unterschiedlichem sozialen und kulturellen Hintergrund über das Singen zusammenzubringen und das Erlebnis von Gemeinschaft spürbar werden zu lassen. Die eigene Stimme entdecken, ihr Raum geben und diesen mit anderen teilen – das ist die Idee. Gemeinsames Singen initiiert Begegnungen zwischen Menschen im privaten wie im öffentlichen Raum.

2016

Der Raum, der in diesem Piloten des Projekts vom 22. – 27. August 2016 erobert wurde, war die Berliner Philharmonie. Hier wurden in einem Camp Lieder in unterschiedlichen Sprachen einstudiert, die Themen des Begrüßens und Ankommens zum Inhalt haben. Dabei sangen Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne musikalische Vorbildung zusammen. Über das zwanglose gemeinsame Singen entstand eine besondere Verbindung zwischen allen Teilnehmenden und Beziehungen verschiedenster Art wurden zwischen Menschen gestiftet. Dabei zeigten sich die Dimensionen der singenden Stimme und die Teilnehmenden im Alter von 7 – 77 spürten intensiv die Wirkung der eigenen Stimme. Im Probenprozess des Camps spielen diese Aspekte ebenso wie der Aufbau einer Gemeinschaft eine zentrale Rolle. Sing along, Berlin! schuf eine singende Community, die im Anschluss an eine intensive Probenphase im geschützten Raum der Philharmonie begann, sich auch im öffentlichen Raum zu bewegen und ihrerseits Momente der Begegnung zu stiften. Drei markante Orte des öffentlichen Lebens wurden temporär zum Raum für diesen Moment: Kulturforum Berlin, das Bundesministerium der Finanzen und der Berliner Hauptbahnhof.

Programmheft pdf
Bericht  Tagesspiegel
Bericht Berliner Morgenpost
Bericht Abendschau
Siehe auch Singalongberlin

2017

Dem Leitthema des Camps 2016 “Ankommen und Begrüßen” folgte 2017 das Motto “Mittendrin”. Und so war auch der Ort zum Campen ein anderer: nicht in der Philharmonie, sondern mitten zwischen Neukölln und Kreuzberg im Warenhaus KARSTADT am Hermannplatz. Die Auftrittsorte erstreckten sich am 26. und 27. August von KARSTADT, dem Hermannplatz, über den Oranienplatz, dem Engelbecken, dem Berliner Hauptbahnhof, der Gedächtniskirche bis zum Schloß Britz. Insgesamt sechs unterschiedliche, dem jeweiligen Ort geschuldete Auftritte gab es 2017.Gemeinsam mit den Paten des Berliner Rundfunkchores eroberte sich der Sing along, Berlin-Chor die Orte stimmlich, streifte das Festival “mikromusik” und ließ Menschen sich über die Stimme begegnen. Er lud an jedem Ort sein teils eingeladenes aber auch sein zufälliges Publikum ein, sich der singenden Community anzuschließen.

Zwei Monate später zog die Idee des Sing along, Berlin!- Projektes weiter nach Washington D.C.. Unter dem Motto “Gemeinsam vielstimmig” baute Sing along, Berlin! eine Brücke in einen politischen Kontext: Mit einem Auftritt des “Sing along, G20!”-Chor verabschiedete sich Deutschland aus der Präsidentschaft des G20. Viele (musikalische) Stimmen, u.a. auch der Sing along, Berlin!-Chor mit seinem Überraschungsauftritt im Bundesfinanzministerium 2016 hatten dieses Präsidentschaftsjahr prägend begleitet und so blickte der von Berlin aus initiierte “Sing along, G20!”-Chor mit seinem „song of communion“ des Südafrikaners Neo Potlak Muyanga zurück: „qulani“.

Erstmals war der südafrikanische Komponist in diesem Jahr ein Teil des Sing along, Berlin!-Projektes. Die Intensive und kulturspezifische Arbeit Muyangas mit den Teilnehmenden stand für die Haltung der sog. Protest-Songs Südafrikas, die nach Washington übertragen wurde und 2018 in der Werkstatt der Kulturen mit den “songs of communion” fortgesetzt werden soll.

qulani

qula kwedini, qula kwedini ka bawo
zenize nazo kwedini, qula kwedini ka bawo

sing and show yourself little one
when you show yourself in truth
you are the pride of your elders

 

Bericht Berliner Morgenpost
Bericht Tagesspiegel

Fotogalerie 2017

© Simon Pauly

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